Pressecenter der Freien Wählergemeinschaft



Gottschalk sollte freiwillig zurücktreten

FWG-Fraktion: Beigeordneter muss Schaden von der Verwaltung abwenden

VERBANDSGEMEINDE ASBACH.  Die Freien Wähler in der Verbandsgemeinde Asbach sind sich im Klaren darüber, dass eine Abstimmung über einen Rücktritt des 1. Beigeordneten André Gottschalk am kommenden Donnerstag eine zusätzliche Belastung für die Zusammenarbeit im VG-Rat wäre.  FWG-Fraktionschef Willi Winter ist sicher:  „Die CDU-Mehrheit im Rat wird sich zwischen der in der Presse verlautbarten Unterstützung für Gottschalk einerseits und dem Wissen um sein Dienstvergehen andererseits unwohl genug fühlen.“

Denn genau darum handelt es sich nach Ansicht der Wählergemeinschaft.  Gottschalk hatte als Vertreter von Bürgermeister Lothar Röser die Idee seines Chefs, einen Bürgerbeauftragten in der Verbandsgemeinde einzusetzen, in dessen dienstlicher Abwesenheit in einem Leserbrief scharf kritisiert.  Die FWG sieht darin eine beamtenrechtliche Verfehlung.  „Privat hat Herr Gottschalk das Recht auf seine eigene Meinung wie jeder andere Bürger auch,“  betont Winter,  „aber als Beigeordneter ist er Ehrenbeamter und hat sich in dieser Eigenschaft an das Beamtenrecht zu halten.“  Dieses verpflichte ihn, keine öffentlichen Aussagen zu machen, die sich gegen den Bürgermeister als Chef der Verwaltung richten.

Eine besondere Schwere dieser Verfehlung sieht die FWG-Fraktion dadurch gegeben, dass Gottschalk als Jurist mit dem Fachbereich Beamtenrecht dieser Rechtsverstoß bewusst sein musste.  „Damit handelt es sich nicht um einen Ausrutscher, sondern um Vorsatz.“  meint Winter.  „Wenn Gottschalk daraus nicht die Konsequenzen zieht, beschädigt er damit das Ansehen der Verwaltung unserer Bürger.“

Die Empfehlung der FWG:  Gottschalk solle von sich aus sein Amt niederlegen und damit  „einen sauberen Schlussstrich unter den Skandal ziehen.“

12.05.2010



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